Bevölkerung

Rund 62,42 Millionen leben in Thailand. Hier ist die Heimat der Thai, die mit ca. 80% ethnisch dominieren. Rund 15% sind chinesischer Herkunft und ca. 2 Millionen Malaien. Den Rest bilden andere ethnische Gruppen wie die Khmer, Vietnamesen, Inder, Birmanen, Nepali und zahlreiche Bergstämme.

Die Bevölkerungszahl Thailands liegt eben etwas oberhalb von 60 Millionen, von denen über 10% alleine in der Hauptstadt Bangkok leben. Die Wachstumsrate liegt derzeit unter 1,5%. Das Volk der Thai stellt die Mehrheit der Bevölkerung, obwohl es mehrere regionale Untergruppen mit eigenen Dialekten gibt, wie Thai Yai (Shan) im Nordwesten, Pak Thai im Süden, Thai-Lao und Thai Khorat im Nordosten. Aufgrund verschiedener Einwanderungsbewegungen in der Vergangenheit finden sich auch chinesische, malaiische, Mon-, Khmer- und burmesische Volksgruppen in unterschiedlicher Dichte in ganz Thailand. Die meisten Minderheiten sind nahezu assimiliert. Andere Minderheiten - verschiedene Bergstämme des Nordens, Khmer, laotische und vietnamesische Flüchtlinge und eine kleine ausländische Gemeinde - machen unter 10% der Bevölkerung aus.

Mentalität & Religion

Die Thailänder besitzen einen ausgeprägten Sinn für ihre eigene Identität und ihren Nationalstolz. Harmonie mit den Mitmenschen, Toleranz und Gastfreundschaft zählen zu den erstrebenswerten Zielen der Thai. Im täglichen Leben der Thai scheint sich die chinesische Kultur mit der siamesischen sehr gut zu mischen, während auf Religion und Sprache Indien einen größeren Einfluss hatte. Rund 95% der thailändischen Bevölkerung bekennen sich zu Buddhismus, etwas 4% zu Islam. Der Rest setzt sich aus dem Christentum, Hinduismus und Animismus zusammen.  Beim Sprechen über traditionelle siamesische Kultur darf das Wat oder der buddhistische Tempel nicht vergessen werden. Nachdem Buddhismus in Thailand über Hunderte von Jahren verbreitet und der ursprüngliche animistische Glaube des siamesischen Volks an den buddhistischen angepaßt worden war, wurde das Wat das Zentrum des Dorfs. Es war der Platz, in dem das Volk Ausbildung empfing, Riten und Zeremonien sowie Feste und Festivals das ganze Jahr über abgehalten wurden.

Geschichte

Man geht davon aus, dass die Mons die ersten Zivilisationen in Zentral-Thailand gründeten und die buddhistische Kultur vom indischen Subkontinent mitbrachten. Im 12. Jahrhundert traf sie auf die Kultur der Khmer aus dem Osten, während sich die Srivijaya-Kultur aus Sumatra nach Norden verlagerte und die Bewohner des Thailändischen Staates Nan Chao im Gebiet des heutigen Südchinas nach Süden wanderten.  Als das kambodschanische Reich im 13. Jh. zerfiel und die Thais immer zahlreicher in das heutige Zentralthailand einwanderten, erkämpften sie sich im Jahre 1238 ihre Unabhängigkeit und gründeten ihr erstes Königreich Sukhothai (Morgendämmerung der Glückseligkeit). Unter König Ramkamhaeng (1280 - 1370) entwickelte sich das Reich zur vollen Blüte. Er war es auch, der die Kultur durch Kunst und Philosophie aus Indien, China und Kambodscha anreicherte und das auch heute noch existierende Alphabet erfand.

 

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