Geographie

Das Königreich grenzt im Westen an Burma (Myanmar), im Norden und Osten an Laos, im Osten an Kambodscha und im Süden an Malaysia. Der eigenwillige äußere Umriss von Thailand erinnert an einen Elefantenkopf mit Rüssel. Die Ebene des Menam, das Khoratplateau und der gebirgige Norden lasten massiv auf dem schmalen Landstreifen, der die Andamanensee vom Chinesischen Meer trennt. Das nördliche und westliche Bergland wird von dem südlichen Ausläufer des jungen Faltengebirgssystems, des Himalaya, gebildet. Zwischen die südlich streichenden Gebirgsketten, die vom Norden vielfach Höhen von 2000 m überschreiten, sind zahlreiche Becken in unterschiedlichen Höhenlagen eingesenkt. Im westlichen Teil des Berglandes trennen steile, tief eingeschnittene, meridional verlaufende Stromtäler mehrere schmale Bergzüge voneinander, die im 2595 m hohen Doi Inthanon ihren höchsten Gipfel erreichen. Die Golfseite hingegen ist eine flache Ausgleichsküste, die sich durch die Schwebstoffe der in den Golf von Thailand mündenden Flüsse weiter ausdehnt.
Die Mehrzahl der im Norden entspringenden Flüsse vereinigen sich auf ihrem Weg nach Süden zum Menam. Als Hauptstrom und Lebensader durchfließt er das rund 400 km lange und bis zu 150 km breite zentrale Tiefland, eine flache Aufschüttungsebene, die hufeisenförmig von dem Gebirgsland umschlossen wird, bevor er mit einem ausgedehnten Delta im Golf von Thailand mündet. Die Landschaft Ostthailands wird vom Khoratplateau bestimmt - einem flachen, 200 bis 300 m hohen Becken, dessen aufgebogene Ränder Höhen bis zu 1000 m erreichen. König Chulalongkorn (Rama V) nutzte 1897 die Gelegenheit zu einer Verwaltungsreform, nach der die Landfläche Thailands (heute 513.115 qkm) in fünf geografische Regionen und insgesamt 76 Provinzen Changwat (genauer: 75 Provinzen plus Bangkok) eingeteilt worden ist. Die Gliederung der Verwaltung setzt sich fort in Kreise Amphoe, Kommunen Tambon und Orte Muban.

Klima

Das Klima ist tropisch-heiß und wird von den Monsunwinden geprägt. Der Monsun sorgt ein halbes Jahr für Regen, die andere Hälfte für Trockenheit, aber Dürre ist genauso selten wie Kälte.  Im Norden, Nordosten und der Zentralebene herrscht wechselfeuchtes Savannenklima mit jeweils 6 Monaten Trocken- und Regenzeit. Im Süden herrscht tropisches Regenwaldklima.

Fauna und Flora

Von Natur und Klima begünstigt, hat sich in Thailand eine üppige Fauna und Flora entwickelt. Die einst großflächigen tropischen Regenwälder sind zunehmend dem Raubbau zum Opfer gefallen, und die Monsunwälder im Inneren des Landes sind durch die Ausdehnung von Kulturland zurückgedrängt worden. Nur die Naturschutzgebiete vermitteln heute noch die ungetrübte Pracht des Dschungels. Der Artenreichtum sowohl der Tier- als auch der Pflanzenwelt Thailands gehört zu den prächtigsten und exotischsten der ganzen Erde. Von den weltweit ca. 250.000 bekannten Pflanzenarten wachsen alleine in Thailand etwa 15.000, die u. a. in den Regenwäldern Thailands – den wichtigsten und vielseitigsten Ökosystemen unseres Planeten – zu finden sind. Doch sie sind in unserer Zeit gefährdet wie nie zuvor.

 

 

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